Kloster Schönrain

Das Hirsaurer Priorat Schönrain am Main Um 1080 wird die “offizielle” Gründung des Benediktiner-Klosters “Sconenren” datiert.
Um 1080-1085
Die Anfänge auf Schönrain

Das genaue Datum von Baubeginn und Fertigstellung des Klosters lässt sich nur eingrenzen. Erhalten gebliebene Schriftstücke berichten von zunächst fünfzehn Hirsauer Mönchen und Laienbrüdern auf Schönrain. Der Bau von St. Peter und Paul in Hirsau (größte romanische Kirche im ehem. Württemberg) geschah fast zeitgleich (1082), der Hauptteil der Arbeitskräfte wurde zu Hause gebraucht. Abt Wilhelm schichte deswegen Conversen (Laienbrüder, meist für die körperliche Arbeit zuständig. Nicht voll der Ordensregel unterworfen) und Donaten (solche, die sich mit ihrem ganzen Besitz dem Klosterleben übergeben hatten) zum Klosterbau an den Main. Schönrain wurde in Etappen besiedelt, um eine Zersplittung der Kräfte zu verhindern.
Die Fertigstellung der Klosterkirche zog sich hin bis in die Zeit von Abt Bruno (1105-1119). Die von Wohn- und Wirtschaftsgebaude bis zu Abt Volmar (1120-1156). Grund für die lange Dauer war sicher die schwache wirtschaftliche Situation.

Sagen und Erzählungen
Das Frauenkloster der hl. Lioba

Alle Berichte, wonach schon viel früher ein Kloster an diesem Ort entstanden sein soll, beziehen sich auf örtliche Überlieferungen.
[Der Sage nach, gründete die heilige Lioba schon etwa 750 n. Chr. ein Frauenkloster auf dem Berg. Aus dieser Zeit stammen allerdings auch die ältesten Fragmente der Ruine – DAS KAROLINGISCHE PORTAL.]

Hirsau und Schönrain
Nach den Ordensregeln des heiligen Benedikt von Nursia
Karl der Große erbat sich von Montecassino eine Abschrift der Regel und führte sie in allen Klöstern seines Einflussbereiches ein. Bereits im 9. und 10. Jahrhundert lebte man in allen Klöstern Europas nach ihr.